Le Souvenir Français
Délégation de la Haute-Savoie (74)
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Éloise — UK°Die « Sans Pardon », Kompanie der geheimen Armee der SemineCocarde

13831,Souvenir Francais de la Haute-savoie - Association mémorielle,

Le monument

14. Juni 1944, an der Kreuzung La Croisée. Acht Männer der Gruppe von Vanzy leisten mehr als zwei Stunden lang einer Kolonne von 25 deutschen Lastwagen Widerstand, die in Richtung Bellegarde fährt. Noch am selben Abend zahlt Éloise einen hohen Preis: Bauernhöfe werden niedergebrannt, Zivilisten erschossen. Nach diesen Vergeltungsmaßnahmen geben sich die Widerstandskämpfer der Semine ihren Namen: die „Sans-Pardon“ – die „Gnadenlosen“. Ihre Geschichte beginnt jedoch schon viel früher, im Sommer 1940, auf diesem grenznahen Hochplateau, wo ein Bürgermeister und ehemaliger Frontsoldat des Ersten Weltkriegs beschließt, sich nicht zu beugen.

Die Situation

Im Juni 1940 konnten die deutschen Truppen, die von der Armée der Alpen am Haut-Rhône und Fort l'Écluse blockiert waren, die Kontrolle über die Grenze zwischen Haute-Savoie und der Schweiz nicht übernehmen. Als der Waffenstillstand eine von den Deutschen besetzte Zone schuf, war Haute-Savoie das einzige Departement der Zone, das frei blieb und einen Zugang zur Schweiz hatte, einem neutralen Land : ein Vorteil, um Flüchtlinge, Soldaten (zum Beispiel Piloten), Juden usw. herauszuschleusen.

Das Plateau de la Semine ist zur Besatzungszeit eine entscheidende Zone, denn das Departement Ain wurde geteilt : der grösste Teil bleibt In der freien Zone, aber das Gebiet um Gex an der schweizer Grenze wird zur besetzten verbotenen Zone erklärt, ebenso wie sechs Gemeinden in Haute-Savoie : Arcine, Chevrier, Clarafond, Éloise, Vulbens und Saint-Germain-sur-Rhône. Am 24. August 1941 werden diese Gemeinden jedoch zunächst der freien Zone und ab dem 11. November 1942 der italienischen Besatzungszone zugeordnet.

Diese besondere administrative Lage und die Nähe zum Maquis von Bugey und Valromey fördern das Entstehen von Widerstandsbewegungen.

Bereits im Juni 1940 lässt Robert Gassilloud, Bürgermeister von Éloise und Kriegsveteran des 1. Weltkriegs, die Munition eines von den französischen Truppen verlassenen Lagers an einen sicheren Ort transportieren. Er sorgt für illegale Übergänge und übermittelt die Post, indem er die Rhône an unbeaufsichtigten Stellen überquert ("Pertes du Rhône", Weiler Essertoux und seine Brücke, die nach Arlod führte). Unter seiner Leitung stellt die Gemeinde Éloise Ausweispapiere und Versorgungskarten zur Verfügung.

Robert Gassiloud organisiert den örtlichen Widerstand ab 1940

Im Jahre 1943 lehnt Robert Gassilloud die Einrichtung des Pflichtarbeitsdienstes ab und beschließt, dass kein Mann seiner Gemeinde dem Aufruf folgen solle. Er ermutigt sie, abzuhauen, während er sich mit den Behörden auseinandersetzt. So entsteht im Juli die erste sesshafte Widerstandsgruppe der Semine. Aufgrund eines Kontakts mit Pierre Ruche, der die Armée Secrète (A.S., Geheime Armee) zwischen Saint-Julien, Cruseilles und Seyssel organisiert, übernimmt Robert Gassilloud zusammen mit Marius Marmonier und Émile Curtenaz aus Vanzy, Coppier aus Clarafond, Jean Roset aus Saint-Germain-sur-Rhône, Auguste Menu aus Challonges und Marius Giet und Charles Métral aus Bassy die Verantwortung für den Sektor. Zusammen bilden sie eine Kompanie von 89 Widerstandskämpfern, die in drei Sektionen organisiert sind: « Kreuz-Ass, Karo-Ass und Herz-Ass ».

Die Aktionen der Widerstandskämpfer auf dem Plateau de la Semine

Im Januar 1944 flüchtet das Corps Franc Simon, eine Gruppe von Kämpfern aus dem Sektor Glières, nach Saint-Germain-sur-Rhône, wo es von Robert Gassilloud aufgenommen wird. Sein Anführer, François Servant, wird schließlich von der Vichy-Polizei gefangen genommen. Andere Gruppen von Widerstandskämpfern verstecken sich auf der Semine.

Im Jahr 1944 ermöglichen mehrere Abwürfe von Containern in Éloise die Bewaffnung der lokalen Widerstandskämpfer und derjenigen aus dem benachbarten Ain : am 5. März im Bois d'Arlod, am 28. April in Beaumont und am 12. August mit 54 Containern.

Anschließend nehmen die bereits bewaffneten « Sans-Pardon », am 1. August 1944 am Schutz des großen Fallschirmabwurfs von Glières teil.

Bei den Kämpfen zur Befreiung der Region « le Genevois » werden sie ab dem 15. August mit der Kontrolle der Strecke Frangy-Bellegarde beauftragt. Am 16. und 17. August kommen sie in den Sektor Chevrier-Valleiry, um an den Kämpfen auf der Carnot-Brücke teilzunehmen : Georges Deconfin aus Saint-Germain-sur-Rhône, Louis Rey, Georges Perrier aus Éloise, Pierre Guinard aus Bellegarde und Félix Borget aus Chêne-en-Semine verlieren ihr Leben, aber der Vorstoss der Deutschen wird vereitelt.

Am 18. August wird die Region « le Genevois » endlich befreit, und am 19. August wird die gesamte Haute-Savoie allein durch die Kräfte des inneren Widerstands befreit.

Das Verdienst und die Aktionen der Widerstandskämpfer der Semine während des Konflikts wurden ermöglicht durch das unermüdliche Engagement der Frauen, was allzu oft ignoriert wird. Die Familien und die Bevölkerung der Dörfer hielten zusammen, ohne jegliche Denunziation.

Juni 1944, die Kompanie der Semine nimmt den Namen « Sans Pardon » (keine Vergebung) an

Bei der alliierten Landungsoperation in der Normandie am 6. Juni 1944 werden von London aus Befehle erteilt, die Widerstandsgruppen der französischen Streitkräfte des Innern zu mobilisieren, um die deutschen Truppen zu beschäftigen und ihren Vormarsch zu bremsen. So gelingt es den Maquis des Ain in Fenestraz und Romans-Petit am 10. Juni, die Kontrolle über Bellegarde und Fort l'Écluse zu erlangen. Die Deutschen sammeln ihre Kräfte und bringen Truppen zur Verstärkung heran, um die Stadt zu besetzen.

So fährt am 14. Juni ein Konvoi aus 25 Lastwagen der deutschen Vorhut in Richtung Bellegarde und stösst bei « La Croisée » auf acht Widerstandskämpfer der Vanzy-Gruppe, die von Marius Marmonier kommandiert werden, die sie über zwei Stunden lang blockieren, bevor sie mit drei getöteten Kamaraden den Rückzug antreten (Louis Ducenti, Gaston Ninet und Barthélémy Thomasi d'Éloise). Eine Verstärkung aus Bellegarde kommt, um sie zu unterstützen und sie leisten den ganzen Tag über Widerstand, aber sie verlieren noch zwei Männer und zwanzig werden verwundet. Die wütenden Deutschen, ungezügelt, marschieren schließlich in Éloise ein und üben schreckliche Vergeltungsmaßnahmen gegen die Zivilbevölkerung aus: Adèle Perrier wird ermordet, die Bauernhöfe Mermet und Dumont werden niedergebrannt. Angelo Zanardo und Francesco Zanardo werden erschossen, während Joseph Dupraz und Albert Durand, Mitglieder der A.S. de l'Ain getötet werden. Die Deutschen plündern weiterhin die Dörfer Fiolaz, Bois d'Arlod und Malbrande.

Am nächsten Tag wird Bellegarde von allen Seiten angegriffen und wieder von den Deutschen besetzt. Die Widerstandskämpfer ziehen sich in die Berge zurück.

In Erinnerung an die Gewalttaten und Plünderungen von Éloise nehmen die Rebellen der A.S. der Semine den Namen « Les Sans-Pardon » an.

Quellen Saint-Julien-en-Genevois, 1940-1944 : La Résistance, l’armée secrète, le service de renseignement, La Salévienne, 2013. - La Frontière entre la Haute-Savoie et Genève (1939-1945), Échos saléviens N° 22, 2013. - Michel Germain, Histoire de la Seconde Guerre mondiale en Haute-Savoie rebelle et martyre, La Fontaine de Siloé, 2009. - Récits et témoignages d’Edmond Fenestraz, Marcel Fivel et André Roussel.

Übersetzung von Christine Feindt-Huboux

Commémoration
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